Telefonieren: Auf den Ton kommt es an

Telefonierender MannDer Ton macht die Musik sagt man. Dies gilt vor allem, wenn Sie telefonieren. Erst in einem Telefongespräch merkt man, wie viele Informationen wir in einem Gespräch visuell übermittel. Köperhaltung, Mimik und Gestik unterstützen das, was wir sagen und sorgen dafür, dass wir selbst bei unklaren Formulierungen verstanden werden. In einem Telefongespräch leistet all das unsere Stimme. Je mehr Sie diese beim Telefonieren bewusst einsetzen, um so besser versteht Sie Ihr Gesprächspartner.

Die Folgenden Faktoren bestimmen, wie gut Sie Ihr Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung versteht:

Artikulation:Artikulation bedeutet Lautbildung und heißt sogar wörtlich aus dem Lateinischen übersetzt deutlich sprechen. Verständlich wird die Sprache, wenn Sie jeden einzelnen Laut bewusst formen. Schädlich dagegen ist das Weglassen von einzelnen Silben oder Lauten.
Tipp:Sie trainieren Ihre Artikulation, indem Sie sich einen Korken zwischen die Zähne klemmen und einen Text so deutlich und genau wie möglich zu lesen.

Sprechtempo:Hektisches und schnelles Sprechen erschwert es Ihren Zuhören zu folgen und zu langsames Sprechen erweck den Eindruck, dass Sie ihren Gesprächspartner für begriffsstutzig halten. Streben Sie deshalb eine mittlere Sprechgeschwindigkeit an.
Tipp:Eine gute Sprechgeschwindigkeit erreichen Sie, wenn Sie sich auf das konzentrieren, was sie gerade sagen.

Lautstärke:Bei Telefonieren haben wir kein Gefühl dafür, wie laut unsere Stimme beim Gegenüber ankommt. Hier bestimmt die Telefonanlage und die Umgebungsgeräusche die Lautstärke mit. Bei einer schlechten Leitung oder lauten Umgebungsgeräuschen neigen wir zum lauten Sprechen. Eine Stimme die jedoch laut aus dem Hörer schallt wirkt unangenehm. Wenn jedoch unser Gesprächspartner sehr laut spricht, dann neigen wir dazu leise zu sprechen. Dann wirkt unsere Stimme schüchtern und unsicher.
Tipp:Verändern Sie den Abstand zum Mikrofon, um die Lautstärke ihrer Stimme zu beeinflussen.

Stimmlage:Wenn wir aufgeregt sind, wird die natürliche Klangfarbe in Richtung der hohen Töne verschoben. Die Wirkung ist jedoch: Ihre Stimme suggeriert Naivität, Unterlegenheit und Dienstfertigkeit.
Tipp:Wenn Sie merken, dass Sie mit einer hohen Stimme sprechen, dann machen Sie eine kurze Sprechpause, konzentrieren sich auf Ihr Ausatmen und senken das Kinn in Richtung Ihres Brustkorbs. Auf diese Weise verringern Sie Ihre Aufregung und Ihre Stimmlage wird wieder tiefer.

Modulation:Sprachmelodie, Sprachrhythmus und Betonung bestimmen, wie gerne Ihnen Ihr Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung zuhört.
Tipp:

  • Gewöhnen Sie sich an Ihre Stimme am Ende des Satzes zu senken. So vermitteln Sie Sicherheit und Selbstbewusstsein.
  • Heben Sie Wichtiges hervor, indem Sie es betonen.
  • Machen Sie Sprechpausen

Ausdrucksweise:Am Telefon muss Sie Ihr Gesprächspartner sofort verstehen. Er kann Ihre Wortbeitrag nicht nochmals nachlesen und sich vergessene Wörter ins Gedächtnis rufen. Drücken Sie sich deshalb kurz und einfach aus.
Tipp:
Vermeiden Sie:

  • Schachtelsätze
  • Komplizierte Satzkonstruktionen
  • Lange Aufzählungen
  • Fremd- und Fachwörter
  • Abstrakte Begriffe

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