Verfasser-Archiv

Besprechung wie in alten Zeiten?

Die Besprechung beginnt mit einer förmlichen Eröffnung, die der Leiter zu einer ausgiebigen Selbstdarstellung nutzt. Dabei gibt er mehr oder weniger deutlich vor, welche Ergebnisse er erwartet. Angepasst Karrieristen stimmen ihm lebhaft zu und Bedenken werden lediglich indirekt formuliert. Die Besprechung endet dann mit den vom Besprechungsleiter vorgegebenen Beschlüssen oder notfalls mit mehr oder weniger fragwürdigen falschen Kompromissen.

Das war gestern. Heute sollten Besprechungen anders aussehen!

Sie sind nicht mehr Ausdruck einer Hierarchie, welche die Besprechungsteilnehmer lediglich als Statisten benötigt, sondern ein Arbeitsform, in der unterschiedliche Sichtweisen zur Lösung von Fragen, Problemen und zur Ideenfindung genutzt werden.

  • Eine neue effiziente Besprechungskultur erkennen Sie an den folgenden Merkmalen:
  • Der Besprechungsleiter gibt von der ersten Minute an die Besprechungsstruktur vor. Ergebnisse werden visualisiert.
  • Moderationstechniken werden genutzt, um die Teilnehmer zu aktivieren.
  • Kleingruppen werden gebildet, um Details zu besprechen.
  • Ein Feedback am Ende der Besprechung ist ein Muss.
  • Und wenn der Besprechungsleiter ein Mal zu stark vom Thema betroffen ist, übernimmt ein allparteiischer Moderator die Leitung.

Zeitdiebe in Besprechungen

Die Besprechung ist zu Ende und nur ein Teil der Themen ist besprochen. Die Zeit ist davon gelaufen oder hat sie vielleicht jemand gestohlen? Ja, auch in Besprechungen gibt es Diebe – Zeitdiebe.

Dies ist natürlich im übertragenen Sinne gemeint. Es sind Personen oder das Verhalten von Personen, das die wertvolle Besprechungszeit in Anspruch nimmt, ohne dass dadurch ein Ergebnis erzielt würde. Hartmut Laufer, Leiter des MENSOR Instituts für Managemententwicklung in Berlin, identifizierte die Selbstdarstellung von Besprechungsteilnehmern als einen der größten Zeitdiebe. Aus Videoaufzeichnungen hat er ermittelt, dass bis zu 80% der Besprechungszeit für die Selbstdarstellung der Teilnehmer verwendet wurden.

Hier ist eine Liste weiterer Zeitdiebe und wie Sie sich vor Ihnen schützen können:

  • Abgeschlossener Besprechungsraum: Vorbeugen: Schlüssel vor der Besprechung besorgen
  • Sitzgelegenheiten für alle Teilnehmer fehlen: Vorbeugen: Vor der Besprechung klären, ob der Raum genügend Sitzgelegenheiten hat.  
  • Teilnehmer finden den Raum nicht: Vorbeugen: Genaue Raumangabe mit Anfahrtsskizze in der Einladung.
  • Teilnehmer kommen zu spät. Gegenwehr: Besprechung pünktlich beginnen.
  • Medien funktionieren nicht. Vorbeugen: Medien vor der Besprechung prüfen und ggf. Austauschgeräte besorgen oder bereithalten.
  • Teilnehmer verhalten sich zurückhaltend, weil sie nicht wissen, um was es geht. Vorbeugen: Besprechungsziel in der Einladung benennen und Agenda versenden.
  • Themenabweichungen: Vorbeugen: Besprechungsregeln aufstellen. Gegenwehr: Teilnehmer auf das Thema hinweisen.
  • Weitschweifige Äußerungen der Teilnehmer. Vorbeugen: Agenda mit Zeitangaben für jeden Besprechungspunkt. Gegenwehr: Auf die zur Verfügung stehende Zeit hinweisen.
  • Unnötige Wiederholungen. Vorbeugen: Ergebnisse sichtbar protokollieren. Gegenwehr: Auf das bereits erarbeitete Ergebnis hinweisen.
  • Selbstdarstellungen der Teilnehmer. Gegenwehr: Bezug zum Thema einfordern.
  • Teilnehmer werden von anderen Teilnehmern unterbrochen. Vorbeugen: Besprechungsregeln, Teilnehmermeldungen einführen.
  • Angriffe von anderen Teilnehmern. Gegenwehr: Gründe des Konfliktes erfragen.
  • Nebengespräche. Gegenwehr: Behinderung durch die Nebengespräche ansprechen Teilnehmer machen andere Aufgaben. Gegenwehr: Teilnehmer direkt darauf ansprechen.
  • Zu große Zahl von Teilnehmer. Vorbeugen: Anzahl der Teilnehmer auf ein Minimum begrenzen.
  • Störende Handys: Vorbeugen: Abschalten der Handys vereinbaren. Teilnehmer sind überfordert. Vorbeugen: Gut strukturierte und vorbereitete Themenbearbeitung.
  • Unwichtige Einzelheiten werden lang und breit diskutiert. Gegenwehr: Ziel der Themenbearbeitung benennen und Diskussion auf den Kern fokussieren.
  • Teilnehmer sind zerstritten. Gegenwehr: Entscheidungsprozess systematisieren. Diskussion zieht sich in die Länge. Gegenwehr: Beschlussfassung einfordern.

Feedbackkultur im Job

“Feedback is food for champions” lautet eine bekannte Weisheit. Aber Arbeitsgruppen und Teams haben nur dann eine Chance zur Weiterentwicklung, wenn es eine Feedbackkultur gibt. Wird Feedback als lästige Pflicht oder gar als gegenseitiges Kritisieren empfunden verkehrt sich die positive Seite eines Feedback in ihr Gegenteil. Jeder der ein Feedback bekommt geht schon in eine Abwehrhaltung bevor das Feedback geäußert wurde.

Die folgenden Fragen helfen jedem, der eine Arbeitsgruppe oder ein Team leitet, eine klare Vorstellung von der Feedbackkultur  zu entwickeln.

Warum will ich im Projekt eine Feedbackkultur entwickeln? Sollen damit die Arbeitstechniken oder auch das Verhalten der Menschen verändert werden.

Wie oft soll Feedback gegeben werden? Soll Feedback regelmäßig nach jedem Meeting gegeben werden oder nur dann, wenn man merkt, dass es Probleme gibt.

Wer darf Wem ein Feedback geben? Ist es erwünscht, dass sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe oder die Teammitglieder untereinander Feedback geben.

Wie soll Feedback gegeben werden? Die Art und Weise wie ein Feedback gegeben wird bestimmt, was der Feedbacknehmer vom Feedback erwarten kann. Ist das Feedback ein Rat und eine Hinweise Dinge besser zu machen oder ist das Feedback ein Hinweis, die den Feedbacknehmer zum Überdenken seines Handelns anregen will.

Wo darf Feedback gegeben werden? Darf Feedback immer und überall gegeben werden oder ist es eine eher “intime” Angelegenheit zwischen Feedbackgeber und Feedbacknehmer?

Sollen ein Arbeitsgruppen- oder Teamfeedback etabliert werden? Wie vertraulich müssen die Beteiligten dabei mit den Inhalten des Feedbacks umgehen?

Flip-Chart: Nützlicher Helfer in jeder Besprechung

Flip ChartZum Standard eines guten Besprechungsraume gehört ein Flip-Chart. Meist steht es unbeachtet in der Ecke. Dabei würden viele Besprechungen viel effektiver verlaufen, wenn nicht nur geredet, sondern auch Fragestellungen und Ergebnisse auf dem Flip-Chart visualisiert würden. Mich persönlich macht es immer schon unruhig, wenn nach einer halben Stunde nach Besprechungsbeginn das Flip-Chart immer noch leer ist. „Haben wir vergessen, etwas Wichtiges zu notieren“, frage ich mich dann. Jeder Teilnehmer nimmt von einem Meeting nur das mit, woran er sich erinnert.

Der Flip-Chart ist zu einem unverzichtbaren Medium für Besprechungsräume geworden. Dies liegt daran, dass er erstens leicht im Raum bewegt werden kann; zweitens können die einzelnen Charts sichtbar an Wände gehängt werden, womit sie für alle Teilnehmer sichtbar sind und dritten können die erstellten Charts aufgehoben und wieder verwendet werden.

Mit den folgenden Tipps setzen Sie das Flip Chart optimal bei einer Besprechung ein.

  • Prüfen Sie, ob genügend Papier auf dem Flip-Chart Ständer vorhanden ist.
  • Machen Sie sich mit der Mechanik vertraut, bevor Sie den Flip-Chart einsetzen.
  • Legen Sie geeignete Stifte für den Anschrieb bereit.
  • Verschließen sie die Stifte immer, damit sie nicht austrocknen.
  • Stellen sie den Flip-Chart im Raum so auf, dass er von allen Teilnehmern eingesehen werden kann.
  • Notieren Sie Fragen und Problemstellungen, die während einer Besprechung diskutiert werden auf das Flip Chart.
  • Halten Sie Besprechungsergebnisse fest. 
  • Strukturieren Sie die Inhalte auf dem Flip-Chart
  • Schreiben Sie so, dass alle Teilnehmer es gut lesen können.

Flip Charts können leicht fotografiert werden. Die Ergebnisse können so sofort nach der Besprechung jedem Teilnehmer mit einer E-Mail zugesandt werden.

Wissenswert: Wie oft haben Sie das Wort Flip-Chart schon gebracht. Vielleicht ohne zu wissen, was das Wort eigentlich bedeutet. Hier ist die Erklärung: Das Wort Flip-Chart ist ein Kunstwort. Es setzt sich aus den Teilen Flip, was soviel wie nach hinten umklappen bedeutet, und Chart, was eine Bezeichnung für Karte ist, zusammen. Die Flipchart wurde von John Henry Patterson, dem US-amerikanischen Vertriebspionier und Unternehmensgründer der NCR Corporation, erfunden. Es ist ist also ein Gestell, auf dem Papierbögen so aufgehängt werden, dass sie nach hinten umgeschlagen werden können. Die Papierbögen haben eine Größe von: 84,1 x 59,4 cm (DIN A1). Die beschriebenen Flip-Chart-Blätter werden als Flips oder Charts bezeichnet.

Mehr zum Flip-Chart finden Sie in der Wikipedia

Besprechungsleitung: Mehr als nur das Wort erteilen

Wenn ein Lebewesen von einem anderen Planeten einen Besprechungsleiter beobachtet, dann würde er darüber folgendes berichten können.
„Der Besprechungsleiter ist eine Frau oder ein Mann, der die Besprechung eröffnet, den anderen im Raum sagt, wie sie sich verhalten sollen, ihnen das Wort erteilt, Verstöße gegen die Regeln ahndet, bei Abstimmungen die Stimmen zählt, das Protokoll schreibt und die Besprechung beendet.“

Wahrnehmbar sind die formalen Aufgaben in einer Besprechung. Sie sind notwendig und ohne sie würde eine Besprechung in einem vollkommenen Durcheinander enden. Was nicht bei zu wenig Besprechungen und Meetings geschieht. Jedoch der Leiter oder die Leiterin eines Meetings hat noch mehr zu tun, damit am Ende der Besprechung wirklich greif- und umsetzbare Ergebnisse vorhanden sind.

Und dies sind die Steuerungsaufgaben in einem Meeting:

  • Ausgangslage und Besprechungsziel formulieren
  • Vorab- und Hintergrundinformationen geben
  • Positive Gesprächsatmosphäre herstellen
  • Teilnehmer motivieren und aktivieren
  • Auf die Bedürfnisse der Teilnehmer eingehen
  • Verhindern, dass vom Thema abgewichen wird
  • Zweifel- und Missverständnisse beseitigen
  • Unklare Standpunkte verdeutlichen
  • Für Kompromisse und Konsens bei Entscheidungen sorgen

10 Regeln machen Meetings erfolgreich

MeetingGäbe es einen Zufriedenheitsindex für Arbeitssituationen, dann stünde die Unzufriedenheit mit Meetings an der obersten Stelle der Negativskala. Der sichtbarste Ausdruck der Unzufriedenheit ist, dass Mitarbeiter Meetings nicht ernst nehmen und einfach wegbleiben. Viel zu spät merken die Meisten, dass sich gegenseitig nicht gut informiert sind, nebeneinander vor sich hin arbeiten und ein gemeinsames Verständnis die Arbeit fehlt.

Genau dies ist aber die Aufgabe von Meetings: Ein gemeinsames Verständnis über das die Arbeit im Team oder der Abteilung herstellen, Probleme erkennen und von Allen getragene Lösungen finden.
Mit den folgenden 10 Meeting-Regeln machen Sie ihre Arbeit effektiv:

  1. Wir verfolgen gemeinsam das Ziel, offen und transparent die Probleme und Themen im Team zu besprechen.
  2. Jeder ist dafür verantwortlich, dass die unsere Regeln für das Meeting eingehalten werden.
  3. Für Verstöße gegen die Regeln haben wir folgendes festgelegt: (Hier legt jedes Team Maßnahmen fest, was passiert, wenn die Regeln verletzt werden)
  4. Meetings werden im Kalender eingetragen und haben gegenüber anderen Terminen Priorität.
  5. Jeder bereitet sich auf das Meeting vor und kommt pünktlich. Wer nicht kommen kann, entschuldigt sich.
  6. Jeder hört zu, wenn andere sprechen und lässt diese ausreden.
  7. Die Wortbeiträge sind kurz und bringen den Sachverhalt auf den Punkt.
  8. Wir nutzen Beamer, Pinnwand und Flip-Chart, um Sachverhalte zu verdeutlichen.
  9. Wir gegeben uns gegenseitig Feedback.
  10. Wir verfolgen gemeinsam das Ziel, offen und transparent die Probleme und Themen bei der Arbeit zu besprechen.

Telefonieren: Auf den Ton kommt es an

Telefonierender MannDer Ton macht die Musik sagt man. Dies gilt vor allem, wenn Sie telefonieren. Erst in einem Telefongespräch merkt man, wie viele Informationen wir in einem Gespräch visuell übermittel. Köperhaltung, Mimik und Gestik unterstützen das, was wir sagen und sorgen dafür, dass wir selbst bei unklaren Formulierungen verstanden werden. In einem Telefongespräch leistet all das unsere Stimme. Je mehr Sie diese beim Telefonieren bewusst einsetzen, um so besser versteht Sie Ihr Gesprächspartner.

Die Folgenden Faktoren bestimmen, wie gut Sie Ihr Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung versteht:

Artikulation:Artikulation bedeutet Lautbildung und heißt sogar wörtlich aus dem Lateinischen übersetzt deutlich sprechen. Verständlich wird die Sprache, wenn Sie jeden einzelnen Laut bewusst formen. Schädlich dagegen ist das Weglassen von einzelnen Silben oder Lauten.
Tipp:Sie trainieren Ihre Artikulation, indem Sie sich einen Korken zwischen die Zähne klemmen und einen Text so deutlich und genau wie möglich zu lesen.

Sprechtempo:Hektisches und schnelles Sprechen erschwert es Ihren Zuhören zu folgen und zu langsames Sprechen erweck den Eindruck, dass Sie ihren Gesprächspartner für begriffsstutzig halten. Streben Sie deshalb eine mittlere Sprechgeschwindigkeit an.
Tipp:Eine gute Sprechgeschwindigkeit erreichen Sie, wenn Sie sich auf das konzentrieren, was sie gerade sagen.

Lautstärke:Bei Telefonieren haben wir kein Gefühl dafür, wie laut unsere Stimme beim Gegenüber ankommt. Hier bestimmt die Telefonanlage und die Umgebungsgeräusche die Lautstärke mit. Bei einer schlechten Leitung oder lauten Umgebungsgeräuschen neigen wir zum lauten Sprechen. Eine Stimme die jedoch laut aus dem Hörer schallt wirkt unangenehm. Wenn jedoch unser Gesprächspartner sehr laut spricht, dann neigen wir dazu leise zu sprechen. Dann wirkt unsere Stimme schüchtern und unsicher.
Tipp:Verändern Sie den Abstand zum Mikrofon, um die Lautstärke ihrer Stimme zu beeinflussen.

Stimmlage:Wenn wir aufgeregt sind, wird die natürliche Klangfarbe in Richtung der hohen Töne verschoben. Die Wirkung ist jedoch: Ihre Stimme suggeriert Naivität, Unterlegenheit und Dienstfertigkeit.
Tipp:Wenn Sie merken, dass Sie mit einer hohen Stimme sprechen, dann machen Sie eine kurze Sprechpause, konzentrieren sich auf Ihr Ausatmen und senken das Kinn in Richtung Ihres Brustkorbs. Auf diese Weise verringern Sie Ihre Aufregung und Ihre Stimmlage wird wieder tiefer.

Modulation:Sprachmelodie, Sprachrhythmus und Betonung bestimmen, wie gerne Ihnen Ihr Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung zuhört.
Tipp:

  • Gewöhnen Sie sich an Ihre Stimme am Ende des Satzes zu senken. So vermitteln Sie Sicherheit und Selbstbewusstsein.
  • Heben Sie Wichtiges hervor, indem Sie es betonen.
  • Machen Sie Sprechpausen

Ausdrucksweise:Am Telefon muss Sie Ihr Gesprächspartner sofort verstehen. Er kann Ihre Wortbeitrag nicht nochmals nachlesen und sich vergessene Wörter ins Gedächtnis rufen. Drücken Sie sich deshalb kurz und einfach aus.
Tipp:
Vermeiden Sie:

  • Schachtelsätze
  • Komplizierte Satzkonstruktionen
  • Lange Aufzählungen
  • Fremd- und Fachwörter
  • Abstrakte Begriffe

Der Körper sagt, was Sie denken

KörperspracheWir reden nicht nur mit dem Mund, sondern mit dem ganzen Körper. Durch ein freundliches Gesicht können wir auf eine einfache Weise sympathisch wirken. Körpersprache schafft Beziehungen, ohne dass wir ein Wort reden. Mit wenigen köpersprachlichen Signalen erreichen Sie es, dass Ihr Gesprächspartner Sie als nette, sympathische und angenehme Person wahrnimmt.

Und dies sind die Signale auf die es dabei ankommt:

Machen Sie ein freundliches Gesicht.
Damit sagen Sie: „In Ihrer Nähe fühle ich mich wohl.“
Blicken Sie bestimmt, aber freundlich:
Damit sagen Sie: „Ich kenne meine Ziele und weiß, was ich will.“
Öffnen Sie Ihren Mund leicht.
Damit sagen Sie: „Ich antworte Ihnen gerne.“ antworten.
Öffnen sie die Augen:
Damit sagen Sie: „Ich habe Interesse an Ihnen und an dem was Sie sagen.“.
Blicken Sie nach oben.
Damit sagen Sie: „Ich bin optimistisch.“
Öffnen Sie die Hände leicht.
Damit sagen Sie: Ich bin gelöst und offen für das, was Sie sagen.“.
Sprechen Sie gestenreich.
Damit sagen Sie: „Ich möchte Sie einbeziehen.“

Pacing - Die Brücke zum Gesprächspartner

Manchmal kommt ein Gespräch einfach nicht in Gang. Der Eine sagt etwas, der Andere etwas anderes. Es sieht so aus als reden beide nebeneinander her. Das Ergebnis solcher Gespräche ist meist, dass es keines gibt. Die Gesprächpartner gehen so auseinander, als hätten Sie gar nicht miteinander geredet.

Kennen Sie diese Situation aus Ihren Gesprächen mit Kunden, Mitarbeiter oder sogar mit ihrem Auftraggeber. Pacing, oder Spiegeln ist eine Methode, mit der Sie das Gespräch so beeinflussen können, dass Sie mit Ihrem Gesprächspartner in eine gleiche Gangart kommen.

Treten Menschen miteinander in Kontakt, passt sich in der Regel meist unbewusst ihre verbale und nonverbale Kommunikation einander an.
Dies äußert sich so:
Auf der verbalen Ebene äußert verwenden beide ähnliche Worte und Redewendungen, haben die gleiche Sprechgeschwindigkeit und Tonlage und reden in einer angepassten Sprachlautstärke und -rhythmik.

Nonverbal zeigt sich der gegenseitige Kontakt darin, dass Gestik und Mimik einander angepasst sind. Z.B. wird die Bein- und Armhaltung gespiegelt, gleiche Bewegungsabläufe ausgeführt und die Atemfrequenz und -rhythmik angeglichen. Der Verhaltensforscher Desmond Morris beschreibt diese Verhalten treffend mit dem Begriff Haltungsecho.
Sind Menschen miteinander in Kontakt dann bewerten Sie sich tendenziell positiv und neigen dazu sich zu vertrauen und das nehmen das Gesagte weniger auf.

Sie kommen besser mit ihrem Gesprächpartner in Kontakt, wenn Sie sich verbal und nonverbal seinem Gesprächsverhalten anpassen.

Beim verbalen Spiegeln versuchen Sie:

  • Die gleichen Worte zu verwenden
  • In der gleichen Lautstärke zu sprechen
  • Eine ähnliche Tonlage zu wählen und
  • So schnell zu sprechen wie der Gesprächpartner.

Bein nonverbalen Spiegeln ahmen wir die Körperhaltung unseres Gesprächpartners nach ohne sie nachzuäffen. Das heißt: Die Bewegungen führen wir nicht übertrieben aus – das ist Nachäffen – sondern untertrieben, eher nur angedeutet.

  • Lehnt sich der Gesprächspartner zurück – machen wir auch eine leichte Rückwärtsbewegung
  • Richtet sich auf und kommt näher – näher wir uns auch ein kleines Stück an
  • Trinkt er Kaffee oder Wasser – dann trinken wir auch einen kleinen Schluck.

Probieren Sie es aus. Es ist ganz einfach.

Mehr zum Begriff Pacing finden Sie in der Wikipedia.

Soft Skills im Job

Vor zwei Jahren startete ich meinen ersten Blog: „Soft Skills im Projektmanagement“. Aber Soft Skills werden nicht nur im Projektmanagement gebraucht. Soft Skills brauchen Ingenieure, IT-Fachleute, Mitarbeiter in Service und Vertrieb und viele mehr. Soft Skills sind die Fähigkeiten, die exzellente Fachleute erfolgreich machen. Das ist die Idee dieses Blogs: Tipps für die Entwicklung Ihrer Soft Skills zu geben, damit Sie erfolgreicher werden. Ihre Soft Skills zeigen Sie dort, wo Sie etwas tun. Und dazu haben Sie täglich eine fast unerschöpfliche Fülle von Gelegenheiten: Sie holen Informationen ein, besprechen Probleme mit Kollegen und handeln Interessen aus. Sie reden im persönlichen Gespräch und am Telefon. Sie arbeiten mit anderen Menschen zusammen: In einem Projektteam, in einer Arbeitsgruppe und in Workshops. Last but not least müssen Sie andere Menschen gewinnen, wenn Sie Ergebnisse präsentieren, Kunden überzeugen und diejenigen gewinnen, die Ihre Arbeitsergebnisse nutzen.

Dieser Blog hat drei große Themenblöcke:

Mit anderen Reden: Professionelle kommunizieren Sie, wenn Sie es nicht dem Zufall überlassen, welches Ergebnis dabei herauskommt. Sie wissen, worauf es in der jeweiligen Gesprächssituation ankommt und stellen, darauf ein und handeln so, wie es der Situation angemessen ist.

Im Team arbeiten: Als Teamleiter oder Moderator von Gruppenprozessen sind Sie erfolgreich, wenn Sie den Arbeitsprozess auf der sachlichen und emotionalen Ebene steuern können. Dazu gibt es Arbeitstechniken. Sie zu kennen und anzuwenden, ist der Erfolgsfaktor für die Leitung von Teams, Arbeitsgruppen und Workshops.

Andere gewinnen: Sie als der Schöpfer oder Experte eines Fachgebietes müssen Ihre Ergebnisse „verkaufen“. Dabei geht es nicht darum, diese marktschreierisch anzupreisen, sondern darum, die Argumente zu finden, die Ihre Zielgruppe überzeugen.

|